Atlas der Schussverletzungen


Wie ein Sprung ins Wasser, wo sich Wellen bilden, verdrängt auch das Geschoss explosionsartig die Flüssigkeit im Körper des Menschen, der ja schließlich zu mehr als 70% aus Wasser besteht. Durch diese Wellen können schwerste Verletzungen auftreten: Aterien und andere Blutgefäße sowie naheliegende Organe können reißen und selbst Knochen können dabei brechen, obwohl sie nicht direkt getroffen wurden.
Es entstehen radiale Risse entlang des Schusskanals, Kaliberabhängig bis zu 15 cm lang. Wenn zusätzlich noch Knochen getroffen wurden, werden diese zu Sekundärgeschossen, die ihrerseits schwerste Verletzungen verursachen können.

Ab wann ist ein Treffer tödlich?

Je schneller und größer der Blutverlust durch eine vom Geschoss verursachte Verletzung ist, umso gefährlicher ist der Treffer.

Anders sieht es bei schweren Hirnverletzungen aus, die oft sofort tödlich sind.
Die häufigsten und weitverbreitesten Munitionsarten mit denen Menschen umgebracht werden, sind laut Statistik 9mm Munition oder KK (Kleinkaliber) Munition wie sie auch bei Sportgewehren verwendet werden. Diese Geschosse schlagen selten durch, sondern geben ihre Energie durch das sogenannte pilzförmige Deformieren (Aufpilzen) komplett an den Körper ab, wodurch schwerste Verletzungen entstehen.

Berufskiller schwören auf KK-Patronen (Kleinkaliber-Patronen). (Siehe SK1 / SK2).

Orte der Schussverletzungen

01.

TREFFERQUOTE: 21 % 
PRIMÄRE TODESFÄLLE: 47 %

Die Überlebenschance bei einem Kopfschuss liegt bei etwa 50%. Sollten keine großen Blutgefäße und lebenswichtige Hirnareale verletzt werden, bleibt es oft nur bei schweren Gesichtsverletzungen bei denen das Gehirn nicht unmittelbar betroffen ist.

02.

TREFFERQUOTE: 13 % 
PRIMÄRE TODESFÄLLE: 25 %

Sollte es zu Treffern im Bereich von Herz, Lunge und großen Blutgefäßen kommen, kann das Opfer bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung in drei von vier Fällen gerettet werden.

03.

TREFFERQUOTE: 23 % 
PRIMÄRE TODESFÄLLE: 5 %
Wie bei Suizidversuchen durch das Aufschneiden der Pulsadern und den dadurch entstehenden, schnellen Blutverlust, kann auch ein scheinbar harmloser Treffer in den Arm durchaus tödliche Folgen haben. Vor allem bei Kriegseinsätzen und dem schießen aus dem Versteck heraus, ist der Arm oft ungeschützt und wird so oft verwundet.

04.

TREFFERQUOTE: 10 % 
PRIMÄRE TODESFÄLLE: 15 %

Wenn durch einen Treffer des Rumpfes stark durchblutete Organe wie Nieren oder die Leber getroffen werden, bedarf es einer sofortigen chirurgischen Versorgung um eine relativ hohe Überlebenswahrscheinlichkeit zu gewährleisten.

05.

TREFFERQUOTE: 33 % 
PRIMÄRE TODESFÄLLE: 7 %

Bei Polizeieinsätzen wird auf die Beine verhältnismäßig oft geschossen, um den Täter an der Flucht zu hindern. Sollten dabei die großen Blutgefäße durch einen direkten Treffer oder durch Knochenabsplitterung getroffen werden, verblutet das Opfer innerhalb kürzester Zeit.

Free WordPress Themes, Free Android Games